Innerhalb von HP gibt es eine Policy, dass bei Auslandseinsätzen größer 60 Tagen eine sogenannte Relocation angestoßen werden muss. Hierbei wird man dann unter anderem auf einen anderen Arbeitsort und Kostenstelle gemappt. Folgt man dem Prozess, darf man erst nach erfolgreichem Abschluss aller Formalitäten in das Zielland reisen.
Da die ganze Sache im Januar recht kurzfristig kam, bin ich vor dem Abschluss schon nach Malaysia geflogen. Mein damaliger Manager hat den Prozess zwar angestoßen, da aber irgendwann klar wird, dass er den Job wechseln wird, ist der Prozess stecken geblieben. Zu Mai bzw. Juni habe ich nun einen neuen Chef in Deutschland bekommen und er hat von unserem Europa-Chef den Auftrag bekommen den Prozess weiterzuführen.
Aktuell hat das dann folgende Auswirkungen:
- Mein Arbeitsplatz ist nun Kuala Lumpur und dort in den HP Towers. Unten dazu ein Auszug aus unserer Mitarbeiter-Datenbank.
Vielleicht sollte ich dann auch mal zu den HP Towers fahren, war bisher noch nie dort. Ok, ich weiß auch gar nicht, wo das ist ;-). - Zusätzlich hab ich dann eine nette Auslandskrankenversicherung bekommen. Die bietet sogar bessere Leistungen als die deutschen Kassen :-).
D.h. in nächster Zeit muss ich mir mal das Benefit einer kostenlosen Zahnpolierung sowie 150,- € für eine neue Brille oder Kontaktlinsen abstauben ;D.
Alles hat aber auch seine schlechten Seiten. Ich hab einen Vertrag bekommen, den ich unterschreiben soll. Aktuell hab ich den aufgrund einiger Rückfragen noch nicht unterzeichnet.
Heute hab ich bei meiner Erfassung der Stunden für diesen Monat weitere Gründe gefunden das nicht so schnell zu tun:
- Bis vor kurzem hab ich immer einen Tagessatz in Euro in Deutschland abgerechnet. Das war dann auch immer mehr, als man hier an einem Tag überhaupt ausgeben kann ;-).
Mit der Umstellung der IT-Systeme auf Arbeitsplatz KL komm ich nun nicht mehr in das deutsche System rein.
Laut dem Vertrag soll ich gar keinen Tagessatz mehr bekommen, auch keinen mit lokalen Sätzen :-(. - Bei meinem Hinflug hab ich die Airline ausgewählt, da die mehr Freigepäck erlaubt. In Summe hatte ich beim Herkommen so knapp 45 Kg.
Seither hab ich dann auch schon einiges eingekauft, u.a. Polo-Shirts für Freitags im Büro, Schuhe fürs Büro oder Technikadapter.
Laut dem Vertrag soll ich alleine für die Rückreise meines Gepäcks verantwortlich sein.
Da die Airline des Hinflugs laut Kollegen nicht mehr gebucht werden kann, wären das schon ohne die Dinge, die ich hier gekauft habe, so 20 Kg mehr als im Flieger zulässig. - Das Zeiterfassungssystem wurde für mich mittlerweile auch gesperrt. Meine reguläre Arbeitszeit beträgt nun 0 Stunden am Tag ;-).
Das hat jedoch den Nachteil, dass ich keine Überstunden eintragen kann und zusätzlich auch keinen Ersatz für die 2 Stunden pro Woche bekomme, die wir aus versch. Gründen mehr arbeiten als im Vertrag stehen. - Im Gegenzug dazu kann ich dann aber Urlaub machen ohne den einzutragen ;-).
- Darüber hinaus bekomme ich dann einen Steuerberater, der die Steuerdinge mit Malaysia regelt.
Am Ende des Jahres muss ich hier Steuern bezahlen und bekomme die deutschen Steuern zurück.
Aber auch hier ist HP schlau und der Steuervorteil geht nicht an mich sondern die Firma :-(.
Aktuelles Fazit: Das Papier werde ich aktuell mit Sicherheit nicht unterschreiben.
Zuerst muss ich dann noch mit verschiedenen Leuten sprechen und noch einige Dinge raus handeln.
Da ich schon mal hier bin, ist meine Verhandlungsposition auch nicht die schlechteste ;-).
Im Extremfall könnten sie mich nach Deutschland zurück beordern, was aber von Projektsicht nicht möglich ist ;D.
English
Within HP, there’s a policy stating that all stays in other countries longer than 60 days require a so called relocation process. This includes a change of the work location, cost location and many other stuff. Officially, the employees may only travel to the destination after everything has been completed.
As the project came on short notice, I traveled here before the completion. My former manager started the job but then didn’t keep on doing it as it has been announced that he’ll change his job and the process got stuck. Beginning of May or June I got a new manager in Germany and he got told from our European boss that he has to complete the process soon.
Up to now, this included the following changes:
- I’m now working in the HP Towers Kuala Lumpur as displayed in our employee database.
Maybe, I should than go there once as I’ve never been there. Ok, I also don’t know where they are ;D. - In addition, I got a nice health insurance even better than my German one :-).
So, need to get all the nice benefits as teeth polishing or 150,- € for new glasses/contact lenses in the next months ;-).
Like everything, there’re also some drawbacks. I got kind of contract to sign. Due to some questions I did not yet sign it.
During registering the hours for this months I got even more reasons not to do it that soon:
- Up to now I charged some daily allowance in Euro in Germany. That was always more money you can spend a single day ;-).
After changing my records in the IT systems I can’t access the Germany system anymore.
Due to the contract there’s no allowance planned anymore, also none with local (most likely lower) values :-(. - The system for recording my time has been changed as well. My regular working time is now 0 hours per day ;-).
But in return I can’t record no overtime anymore and it seems that I don’t get any return for the 2 hours “additional time” every week all HP employees in Germany are working longer than the contract value. - But now I can take vacation with deduction from my account ;-).
- I also get a tax consultant doing all the tax stuff here in Malaysia.
I’ll have to pay taxes here this year but will get back my German ones.
But HP is also keen here and the financial advantage is not for me but the money goes to the company :-(.
Current conclusion: I won’t for sure not sign the paper now.
Before that I’ve to speak with some people and bargain about more benefits.
As I’m already here my position should not be too bad ;-).
In an extreme case, they may call me back to Germany what is not really possible in the current project situation ;D.





