Bilder Hochzeit

Im Urlaub bin ich nun endlich dazu gekommen, die Bilder des Hochzeitsfotografen zu sortieren. Aus den über 1.400 habe ich nun die schönsten Bilder ausgesucht und damit nun 2 Fotobücher zusammengestellt, je eines für die offizielle Zeremonie am Samstag und für den Empfang am Sonntag. Um das ganze als Erinnerung an das tolle Fest zu verwenden, sind zusätzlich noch viele Beschreibungen zum Ablauf, dem Ort und allgemeine Informationen mit enthalten.

Der Einfachheit halber anbei die beiden Fotobücher im PDF-Format mit einer reduzierten Bildqualität. Falls jemand an Bildern in hoher Auflösung interessiert ist, kann er sich gerne an uns wenden.

Zurück in Deutschland

Mittlerweile sind wir nun 2 1/2 Wochen zurück in Deutschland und endlich finde ich die Gelegenheit zu einem neuen Eintrag.
Während den beiden Wochen in Malaysia war ich dann doch sehr beschäftigt.
So habe ich unter anderem vom Hotel aus gearbeitet und war auch einen Tag zu Meetings bei unserem Kunden DHL.
Darüber hinaus waren wir mit dem Umzug von Hidaya’s Sachen beschäftigt.
Die Möbel haben wir alle abgebaut, per gemietetem LKW zu einer Freundin gefahren und dann wieder aufgebaut. Viele Dinge gingen dann auch per Auto zu den Eltern.

Aquaria Kuala Lumpur

Aquaria Kuala Lumpur


Alle wichtigen Dinge für Deutschland gingen dann entweder im Gepäck (knapp über 60 kg), im Handgepäck (nochmal so 30 kg) oder per Paket mit.
Am 3. Oktober hatte ich dann einerseits Feiertag und andererseits hatten wir auch den Geburtstag meiner Frau zu feiern.
So sind wir dann ins Aquaria im KLCC nahe den Petronas Towers gegangen, haben viele tolle Fische gesehen und einen gemütlichen Tag in Kuala Lumpur :-).
Am Tag darauf ging es dann in die deutsche Botschaft um endlich das Visum abzuholen.
Malacca Straits Mosque

Malacca Straits Mosque


Wenige Tage später sind wir dann Sonntags für eine Tagestour nach Melakka gefahren und haben uns dort die Stadt angeschaut.
Kurz darauf ging es dann mit dem Auto einmal durchs Land in die Heimatstadt um das Auto und viele weitere Dinge beim Haus der Eltern abzuladen.
Es war auch der perfekte Zeitpunkt, da gerade am Tag unserer Ankunft das Fotoalbum mit unseren Hochzeitsbildern fertig wurde und wir dieses mit nach Deutschland nehmen konnten :-).
Noch nicht fertig war dann die endgültige Heiratsurkunde. Der Beamte der Moschee, der uns verheiratet hat, hatte das Formular selbst 2 Monate später noch nicht eingereicht. Mal schauen, ob das bis zum nächsten Mal fertig wird. Aber glücklicherweise haben wir bei der Heirat eine Urkunde bekommen, die in Deutschland anerkannt wird und für das Visum ausgereicht hat :-).
Ankunft in Deutschland

Ankunft in Deutschland


Von Kota Bharu ging es dann mit einer Nacht in Putrajaya über Dubai zurück nach Deutschland.
Nach einem etwas langwierigen Stopp am Zoll „Hm, wir wissen auch nicht wie das korrekt abgewickelt wird. Damit haben wir normalerweise nichts zu tun“ wurden wir von meinen Eltern sehr herzlich am Flughafen empfangen :-). Und in Stuttgart hat mich dann auch noch meine Schwester und mein Schwager überrascht und Hidaya in Deutschland willkommen geheißen :-).

Sie hat Mitte letzter Woche nun mit dem Deutschkurs angefangen und ist nun jeden Tag vormittags für einige Stunden in der Stadt um Deutsch zu lernen.
Dazu und zu unseren Aktionen in den letzten 2 1/2 Wochen gibt es in der nächsten Woche. Zuerst steht nun ein langes Wochenende in Berlin auf dem Programm :-).

Back in Germany
Finally I now got some time to write a short entry after getting back to Germany 2 1/2 weeks ago.
During my 2 weeks in Malaysia I was busy doing work for HP in the hotel, had to go to DHL for a day full of meetings and we had to move all of Hidaya’s items.
The furniture had to be disassembled, driven to a friend of her and assembled again.

All items required for Germany either went into our luggage (60 kg), the hand luggage (another 30 kg) or we had to ship it by post as no more space left.
3rd October was a German public holiday, so no work, and on the other hand we had to celebrate Hidaya’s birthday.
We enjoyed a relaxed day in Kuala Lumpur and visited the Aquaria in the Petronas Towers to see some nice fishes.
The day after we went to the embassy and finally could pick up the Family Reunion visa there :-).

The Sunday after, we did a day trip to visit Malacca and enjoyed visiting the historical sites there.
Shortly after we drove again once through half of Malaysia to send the car and many of Hidaya’s item to her parents‘ house.
It was a good timing as on the day of our arrival the photographer finished the album with all our wedding pictures so we could bring this back to Germany with us :-).
Though some other thing we wanted to pick up was not ready yet: our wedding certificate. The Imam from the mosque still hasn’t submitted the final documents yet. Let’s see if it will be ready till our next trip there. But luckily this is not required for now as the one from wedding day was accepted for the visa and the registration in Germany :-).

From Kota Bharu we had a short night over in Putrajaya before heading to Frankfurt via Dubai.
After we settled all immigration and customs stuff, we have been welcomed by my parents at the airport.
In addition, my sister and her husband did a surprise visit in Stuttgart to say „Welcome to Germany“ :-).

Hidaya started her German class last week and is now busy attending the class 5 days per week.
Next week I will post some more detail on the class and what we experienced so far since arrival. Though first we do have a long weekend in Berlin as Friday is a public holiday in my state :-).

Das Visum ist da

Diese Woche gab es nun gute Nachrichten aus Malaysia. Die Botschaft hat meiner Frau per E-Mail mitgeteilt, dass das Visum nun fertig ist und sie den Pass dort wieder abholen kann :-).
Ich werde daher auch morgen noch einmal kurz nach Malaysia fliegen. Dort werde ich einerseits arbeiten und auch beim Kunden zu einem Termin vorbei schauen und zusätzlich dann den Umzug zu planen.
In knapp 2 Wochen werde ich dann wieder zurück fliegen und Hidaya mitbringen :-).
Der Papierkram, die Vorbereitungen in der Wohnung sowie die Wohnung haben mich dann in letzter Zeit sehr eingespannt. Ich hoffe nach meiner Rückkehr dann noch ein paar mehr Berichte über die Hochzeit, dann auch mit den Bildern des Fotografen, schreiben zu können.

Sonntag – Teil 1

In Deutschland fragt man sich ja manchmal, welchen der Termine man als Hochzeitstag feiert bzw. im Ring eingravieren soll. Die kirchliche oder die standesamtliche Hochzeit.
In der malaysischen Tradition hat man sogar gleich 3 Daten zur Auswahl: die offizielle Hochzeit in der Moschee, ein Empfang der Brauteltern sowie ein Empfang der Eltern des Bräutigams. Bei uns hat dann nur der Empfang bei den Brauteltern statt gefunden, vielleicht gibt es irgendwann mal ein kleines Fest hier in Deutschland.
Aber dieses Fest findet zuerst statt, in der Regel am Tag nach der offiziellen Vermählung, und es ist auch das Wichtigere und Größere der beiden Veranstaltungen. Das Fest beim Bräutigam findet manchmal erst Monate später statt und auch in einem kleineren Rahmen.

Brautpaar

Brautpaar


Veranstalter der Feste sind in Malaysia in der Tat die Eltern von Braut und Bräutigam und nicht das Brautpaar selbst. So kann man auf der Einladungskarte ganz oben auch zuerst die Namen der Eltern lesen. Prinzipiell dient das Fest dazu zu zeigen „Seht her, wir haben unser Kind verheiratet“.
Das bedeutet dann auch, dass die meisten Gäste von den Eltern eingeladen werden. Außerdem laden auch die Geschwister dann noch Freunde, Kollegen oder sogar Lehrer ein. Das führt dann auch dazu, dass die meisten Gäste das Brautpaar gar nicht kennen. Und dann auch auf dem Fest den Eltern gratulieren und mit dem Brautpaar selbst gar nicht erst spricht.
Ganz entspannt vor dem großen Trubel

Ganz entspannt vor dem großen Trubel


Der Empfang ist auch nicht mit einer deutschen Feier zu vergleichen.
Daher hier mal eine Beschreibung einige wichtigen Dinge, mehr Infos folgen im nächsten Teil.

Ort des Festes
In der Regel findet das Fest bei den Eltern zu Hause statt, teilweise werden auch Räume angemietet.
Bei uns war es im Hof des Hauses von Hidaya’s Eltern. Dort waren dann 2 größere Zelte, Tische, Stühle sowie das Buffet aufgebaut.

Dauer des Festes
Das Fest beginnt um die Mittagszeit und geht bis in die frühen Abendstunden, bei uns offiziell von 12 Uhr bis 18 Uhr.
Es ist dann auch nicht so, dass die Leute die ganze Zeit dort sind. Vielmehr ist es ein Kommen und Gehen. Wenn die Gäste gegessen haben, ein paar Worte mit den Eltern oder dem Brautpaar gewechselt haben und vielleicht noch ein paar Bilder gemacht werden, gehen diese so nach 1 Stunde wieder nach Hause.
Und wenn jemand mal etwas zu lange bleiben sollte und der Platz für neue Gäste benötigt wird, zögert die gastgebende Familie auch nicht mit Signalen zu zeigen, dass man doch dann auch mal nach Hause gehen sollte.
Die Uhrzeit auf den Einladungskarten bedeutet aber nicht, dass Gäste auch nur zu dieser Zeit da sind. So ist es auch kein Problem, wenn man später am Abend oder am folgenden Tag vorbei kommt. Selbst dann bekommen die Leute noch Essen oder Kekse und Kaffee angeboten.

Größe des Festes
Die Größe der Feier hängt mit der gesellschaftlichen Stellung sowie Vermögen der Eltern zusammen, da diese als Veranstalter auch für viele der Ausgaben wie Essen, Trinken und Co. aufkommen.
Bei unserem Fest wurden ca. 600 Einladungskarten verschickt und viele Leute zusätzlich per E-Mail, Facebook und Telefon eingeladen.
Von den Plätzen für das Essen gab es zeitgleich um die 100 Plätze. Am Ende waren über den Tag verteilt geschätzt so ca. 700 Gäste da.
Die Gäste waren wild gestreut mit Freunden und Schul-/Arbeitskollegen von Hidaya, Nachbarn, Kollegen der Eltern, Freunde der Geschwister, Verwandte, …

Gruppenbild vor der Prozession

Gruppenbild vor der Prozession


Prozession
Normalerweise befindet sich der Bräutigam zu Beginn des Festes nicht vor Ort, sondern kommt erst ca. 1 Stunde nach Beginn zusammen mit seiner Familie an. Da es Kommunikationsschwierigkeiten gab und ich außerdem noch damit beschäftigt war den richtigen Knoten in den Samping (Umhängerock) zu bekommen, bin ich nicht meine Familie aus dem Hotel abzuholen wie zuvor geplant.
Stattdessen wurde ich dann kurz nach der Ankunft meiner Familie informiert und habe mich dann „raus geschlichen“ um diese am Nachbarhaus zu treffen. Nach ein paar Bildern ging dann von dort eine Prozession zum Ort des Festes los und die Landstraße war kurz für 2 Minuten gesperrt ;-).
Der Bräutigam trifft dann die Braut am Tor des Hauses und wir dort besonders begrüßt.

Bersanding
Nach der Ankunft am Haus der Braut kommt es zum traditionellen „Bersanding“. Hierbei sitzen Braut und Bräutigam auf einem „Pelamin“. Diese ist ein Couch / ein Thron auf einer speziell dekorierten Bühne mit Blumen auf beiden Seiten.
Dieses wird vor Ort bei einer der vielen Hochzeitsfirmen gemietet, von diesen vor Ort aufgebaut und später wieder abgeholt.
Neben Braut und Bräutigam auf beiden Seiten stehen enge Freunde oder Verwandte in traditionellen malaysischen Kostümen und einem Fächer um dem Brautpaar etwas Kühlung zu geben. Auf meiner Seite stand dann ein Cousin von Hidaya, da meine Gäste alle in normaler deutscher Kleidung kamen.
Wenn sich das Brautpaar gesetzt hat und alle Leute die ersten Bilder geschossen haben, kommen die Familienmitglieder zur Gratulation für Braut und Bräutigam. Hierbei werden vor dem Brautpaar aufgestellte Kräuter und Blätter auf die Hände gelegt und dann die Hände geschüttelt und einige persönliche Worte gesagt.
Gemäß der dortigen Tradition schütteln die Männer dann aber nur dem Bräutigam die Hand und gratulieren der Braut ohne Berührung. Wenn dann alle mit dem Gratulieren durch sind, dann gibt es noch einige Bilder auf dem Pelamin mit den Familienmitgliedern hinter und seitlich des Brautpaars.

Auf dem Thron

Auf dem Thron


English: Sunday – Part 1
In Germany people sometimes discuss which date to define as anniversary and engrave in the wedding ring. This might either be the official ceremony at the city hall or the ceremony at the church.
In Malay tradition, there are even 3 dates to choose from: the official ceremony at the mosque, the reception of the bride’s parents and another reception of the groom’s parents. So far, we only had the reception at Hidaya’s parents’ house. Maybe we will do another reception here in Germany after we settled down together.
But the reception for the bride’s side is the first event, taking place shortly after the official ceremony. And it’s also the more important and the bigger of the two events. The reception of the groom’s side sometimes takes places only weeks or months later and normally is also smaller.

The receptions in Malaysia are hosted by the parents and not the bridal couple. Thus, the invitation card is listing the names of the parents at the very top. The reception is very important to the parents and also has the role to show to relatives, neighbours and family “See, our kid got married”.
This also means that most of the guests are invited by the parents. Also siblings invite their friends, colleagues or even teachers. So at the end, most of the guests know neither bride nor groom. And some come to the event, bring their wishes to the parents and do not even talk to the couple.

The reception is very different than a wedding celebration in Germany. Thus I want to describe some of the important parts. More will follow in the next entry.

Location of the reception
Normally, the reception will take place at the house of the parents. If the parents are living in the city or an apartment or do not have enough space at home, people will rent some hall for the reception.
For us, it took place at the courtyard of Hidaya’s parents’ house. They put two canopies, tables, chairs as well as the buffet there.

Duration of the reception
Our reception started at 12 noon and officially ended at 6 p.m. Though the guests won’t be there for 6 hours. Rather guests are coming and leaving and then the next are coming. The guest will only stay around 1 hour and will leave after talking to the couple or the parents, eat and drink and maybe some pictures.
But the time on the invitation card does not mean that guests can’t come at any other time. In Malaysia, it’s common that guests will only come later in the evening or even on the next day. Even then, all guests will be treated nicely and will get food, coffee or some cookies.

Size of the reception
The size of the events depends on social position of the parents as they invite the guests and also are hosting the event and thus will pay most of the expenses for food, drinks and other stuff.
For our event, we sent around 600 invitation cards and invited many guests by E-Mail, Facebook or phone. The canopies could accommodate around 100 people at the same time. In total over the whole day we had around 700 guests for the reception.

Procession
Normally, the groom won’t be at the place of reception at the beginning but will only arrive around 1 hour after the start together with his family. Though there was some miscommunication and I was not yet fully dressed when some of Hidaya’s relatives went to pick up my family so I stayed at the house for the whole time.
Instead, I got hinted once they arrived and then sneaked out to meet them at the neighbors’ house. After taking some pictures we started some small procession to the place of reception and blocked the small countryside road for few minutes ;-).
The bride will wait at the gate to meet the groom and will welcome him there.

Bersanding
After the arrival, the traditional „Bersanding“ ceremony will take place. Bride and groom are sitting on the “Pelamin”. This is a couch or throne on a stage with a nice decoration and flowers. We rented the Palamin at one of the bridal boutiques nearby and the company set it up inside the house.
Close friends or relatives of the couple will stand on both sides of the couples wearing a traditional Malay dress. They will have a fan to give some cool air to the couple. On my side it was a cousin of Hidaya as all my relatives and friends didn’t wear the Malay dress.
After sitting down, all people will start taking many pictures of the couple. Then, close family members will come to bring their wishes to the couple for the wedding. For this, they will put some leafs or flowers onto the hands and then shake hands and say some personal greeting.
According to local tradition, men will only shake the hand of the groom and give the wishes to the bride without touching her. After all wishes have been done, it was time for some family pictures with the others standing beside and begin the couple.

Akad Nikah – Malaysische Hochzeitszeremonie

Nach all den ganzen Vorgeschichten kommen nur mehr Informationen zu der Hochzeit selbst. Beginnen möchte ich mit dem Samstag, der offiziellen muslmischen Hochzeitszeremonie, die in Malaysia „Akad Nikah“ genannt wird.
Malaysia als Land verschiedener Religionen Rassen kennt unterschiedliche Zeremonien abhängig vom Hochzeitspaar. Viele Paare werden im Standesamt von einem Standesbeamten getraut. Bei einem muslimischen Ehepartner findet jedoch stets eine muslimische Hochzeitszeremonie statt.
Traditionell findet diese im Hause der Eltern der Braut statt, heutzutage werden die meisten Paare jedoch in der Moschee verheiratet. Da ich kein malaysisch spreche, haben wir uns für eine englisch-sprachige Zeremonie registriert. Diese kann dann in dem entsprechenden Bundesstaat nur in genau einer Moschee stattfindet, der Masjid Al-Sultan Ismail Petra im Stadtteil Kubang Kerian. Dies ist auch die größte Moschee des Bundesstaates und hat eine sehr schöne Architektur.

Die letzten Vorbereitungen

Die letzten Vorbereitungen


Da der Termin kurz nach den Feiertagen stattfand, gab es sehr viele Paare, die am selben Termin geheiratet haben. So wurden dann auch mehrere Paare auf dieselbe Uhrzeit bestellt und man hat dann entweder ausgehandelt, wer beginnt, oder es wurde nach „First Come, First Serve“ festgelegt. Ich selbst habe dann gesagt, dass ich nicht unbedingt der Erste sein muss, sondern mir erst einmal gerne eine Zeremonie eines anderen Paares ansehen möchte. So waren wir dann das 2. Hochzeitspaar bei diesem Imam (islamischer Geistlicher). Parallel waren noch andere Imame dort, so dass teilweise auch mehrere Hochzeiten gleichzeitig stattfanden. In Summe habe ich dort bestimmt mindestens 20 Brautpaare an dem Vormittag gezählt.
Hidaya wird von ihrem Vater gefragt, ob sie mich heiraten will

Hidaya wird von ihrem Vater gefragt, ob sie mich heiraten will


Für eine Hochzeit in Malaysia sind prinzipiell nur 4 bzw. 5 Leute notwendig:

  • Der Imam, der die Hochzeit am Ende dokumentiert und an die islamische Behörde weitergibt zur Eintragung ins Eheregister sowie Ausstellung der offiziellen Eheurkunde
  • Der Wali, der rechtliche Vertreter der Braut. Dieser nimmt die Verheiratung vor.
    Vom Prinzip her ist es der Vater der Braut. Dieser kann jedoch diese Tätigkeit auch abgeben, wenn er selbst zu nervös dazu ist.
    So hat auch mein Schwiegervater dieses Amt lieber an den Imam der Moschee abgetreten.
  • Der Bräutigam
  • 2 Trauzeugen. Diese müssen malaysische Staatsbürger, mindestens 21 Jahre alt sowie Muslime sein.
    Da wir eine englische Zeremonie hatten, müssen diese auch sehr gut Englisch sprechen und versehen können.
    Die Zeugen haben dann Hidaya’s Eltern ausgesucht. So hatten wir am Ende dann 2 Lehrer als Zeugen.

Viele werden sich bei der Aufzählung jetzt wundern, dass die Braut nicht aufgeführt ist. Diese ist nach malaysischem Recht bei der Zeremonie in der Tat nicht erforderlich. Die Hochzeit kann vom Wali auch in Abwesenheit der Braut durchgeführt werden. Hidaya war aber natürlich auch bei der Zeremonie dabei.
Neben den genannten Personen ist der Besucherkreis eher klein. So beschränkt man sich auf die direkten Verwandten sowie enge Freunde.

Die Männergruppe

Die Männergruppe


Nachdem das erste Brautpaar soweit durch war, gingen die Vorbereitungen für unsere Zeremonie los. Zuerst hat der Imam gemeinsam mit Hidaya’s Vater und den Trauzeugen die vorläufige Heiratsurkunde ausgefüllt. Anschließend hat er Hidaya gefragt, ob sie mit der Heirat einverstanden ist und sie auf dem Formular auch noch unterschreiben lassen.
Als die Dokumente vorbereitet waren, ging dann die Zeremonie auch los. Besonders wichtig dafür ist die Sitzordnung. So sitzt der Bräutigam direkt gegenüber dem Wali. Direkt neben dem Bräutigam sitzen die Beiden Trauzeugen, die am Ende die Korrektheit der Heirat bestätigen. In etwas Abstand hinter dem Bräutigam folgen dann die männlichen Besucher der Hochzeit. Die Braut sowie die weiblichen Besucher folgen in einigen Metern Abstand.
Was gesprochen wird, bekommt so gar nicht jeder mit. Immerhin haben wir den Imam überzeugt, dass wir die Zeremonie per Mikrofon machen wollen. Aber auch damit kam wohl nicht alles an. Ich habe dann aber auch meine Kamera auf das Stativ gestellt und die Zeremonie auf Video aufgenommen. Der Ton ist bisher auch noch nicht optimal, aber ich hoffe, dass ich das Video noch nachbearbeiten kann, so dass man alles versteht, und zusätzlich auch noch in Untertiteln nachlesen kann.
Die wichtigsten Worte des Tages

Die wichtigsten Worte des Tages


Als dann alles vorbereitet war, hat der Imam mich als Bräutigam begrüßt und anschließend einige muslimische Grüße sowie ein Gebet gesprochen. Danach kam die eigentliche Verheiratung dran. Hier sagt der Imam sinngemäß „Ich verheirate Dich mit … mit einem Brautgeld in Höhe von …“. Der Bräutigam antwortet dann mit „Ich akzeptiere die Heirat mit … mit einem Brautgeld in Höhe von …“. Wenn diese 2 Sätze ausgetauscht wurden und der Imam sowie die Zeugen damit einverstanden sind, ist man rechtsgültig verheiratet.
Ringübergabe

Ringübergabe


In der Zeremonie verliest der Bräutigam dann noch ein Eheversprechen, dass er sich immer gut um seine Frau kümmern wird. Sowie einige rechtliche Fälle, in denen sich die Ehefrau später scheiden lassen kann (z.B. wenn man der Frau für 4 Monate nichts zum Essen gibt). Laut muslimischem Recht kann sich der Mann recht einfach scheiden lassen, die Frau braucht aber einen sehr wichtigen Grund dafür.
Nachdem dies erledigt war, wurde die Beurkundung der Ehe durchgeführt. Zuerst musste ich unterschreiben, anschließend die beiden Trauzeugen und zu Schluss noch der Imam. Damit war die offizielle Zeremonie nach weniger als 10 Minuten auch schon abgeschlossen und die Gäste haben ihre Glückwünsche überbracht.
Gruppenbild nach dem Ringtausch

Gruppenbild nach dem Ringtausch


Anschließend sind wir vor den Eingang der Moschee gegangen um den Platz im inneren für das nächste Brautpaar frei zu machen. Denn die Zeremonie zum Austausch der Ringe gehört nicht mehr zum offiziellen Teil sondern wird anschließend ausgeführt.
Hidaya bekam von mir dann auch gleich 2 Ringe angesteckt. So ist Gold für Frauen in Malaysia sehr wichtig und eine Frau muss zur Hochzeit unbedingt einen Ring aus Gold bekommen. Im Gegensatz dazu dürfen Männer dort kein Gold tragen. Da ich der deutschen Kultur folgenden aber ein passendes Ringpaar haben wollte, habe ich noch Ringe aus Palladium mit Gravur des Namens und Datums aus Deutschland mitgebracht.
Mit meinen Geschwistern

Mit meinen Geschwistern


Nach dem Austausch der Ringe standen dann noch Bilder mit der Familie und Gästen auf dem Programm. Anschließend sind dann die anderen zurückgefahren zum Mittag essen, während Hidaya und ich mit dem bestellten Fotografen noch in der Moschee geblieben sind um dort noch einige Bilder aufzunehmen.
In diesem Beitag vorab einmal ein paar Bilder, die meine Mutter, mein Bruder oder Hidaya’s Geschwister aufgenommen haben. Die Bilder des Fotografen sind noch in Malaysia. Wenn Hidaya hier ist und ich alle Bilder habe, werde ich nochmal einen Beitrag mit den schönsten Bildern einstellen.
Bild nach der Zeremonie

Bild nach der Zeremonie


English – Akad Nikah – Malay wedding ceremony
After many other stories on the preparation and the days before the wedding I’m now starting with some information on the wedding itself. Starting with the “Akad Nikah”, the Muslim wedding ceremony which took place on Saturday.
Malaysia is a country on many religions and races and depending on this there’re various types of wedding ceremonies. Many couples are getting married at a registrar or city hall. Though for any Muslim partner it will always be a religious ceremony.
Different than in Germany, it will only be this ceremony and this is the full legal wedding. People getting married in Germany always will have to marry at city hall. The religious ceremony at a church is optional and has no legal impact.
Traditionally, this ceremony takes place at the house of the parents of the bride though nowadays most couples are getting married at a mosque. As I don’t speak Malay (but I want to start learning it once Hidaya is here) we opted for a English language ceremony. Thus, the ceremony took place at the Masjid Al-Sultan Ismail Petra, the largest mosque in the state and with a very nice architecture.

As the wedding took place shortly after Hari Raya it was high season for weddings and many other couples got married at the same day and place. So it was multiple couples there at the same time and they got processes like “First Come, First Served” or by discussing the order of the ceremonies. I said I would prefer seeing another ceremony first before it was our turn. So we got married at the second couple for this Imam. There also have been other Imams at the mosque and weddings also have been done in parallel, like one couple on the left and the other on the right side of the mosque. I guess I saw more than 20 couples while being in the mosque that morning.

For a wedding in Malaysia it requires only 4 or 5 people to be present:

  • The Imam who is documenting the wedding and is forwarding the forms for the registration. He will also issue a temporary wedding certificate.
  • The Wali, the legal guardian of the bride who will solemnize the wedding.
    That’s in general the father of the bride though he may hand over this take to anyone else.
    My father-in-law also decided that he feels more comfortable if the Imam of the mosque is taking over this role
  • The groom
  • Two witnesses for the wedding. They have to be Malaysian citizens, at least 21 years old and Muslims.
    As we had an English ceremony the witnesses also needs to have good English skills to understand all the Wali and the groom are saying.
    The witnesses had been selected by Hidaya’s parents.

Some may wonder why the bride is not listed under the required participants. According to Malaysia law the presence of the bride at the ceremony is not mandatory. The Wali may solemnize the wedding also if she’s absent. Though for sure Hidaya attended the ceremony and I would not want any ceremony without having the bride at my side.
Besides the people mentioned the ceremony is rather small. Only close family and some close friends will attend this event. So quite similar to the legal wedding at the “Standesamt” (department of the city hall responsible for weddings in Germany) here.

After the first ceremony has been completed our ceremony was prepared. The Imam prepared all the forms together with Hidaya’s father and the witnesses. Afterwards the father asked Hidaya whether she agrees to the marriage and she got to sign the form.
The ceremony started once all preparations have been completed. Quite important for this is the proper seating arrangements. The groom sits opposite the Imam. The two witnesses are sitting left and right of the groom so that they can hear everything and later confirm the correctness of the marriage. All male guests are seating with a small distance behind the groom and witnesses. The bride and all female guests are sitting at the side with a distance of several meters.
With this arrangement, most guests won’t hear a single word of the ceremony. Luckily we could agree with the Imam to use the microphone for the ceremony so the people could at least hear part of the ceremony but not all. In addition I put my camera on a tripod and took a movie of the full ceremony though need to edit it and try to improve the audio. Hope afterwards people can see the ceremony and understand the audio or read the subtitles.
After all preparations have been completed the Imam welcomed me and gave some Muslim wishes and prayers. Then the solemnization started. He said like “I solemnize your marriage with …”. Then the groom replies “I accept the marriage with …”. After these 2 sentences are completed and accepted by the witnesses the couple is officially married.

Afterwards the groom will read the taaliq, some type of wedding vow to always take good care of the bride. And some legal cases allowing the bride to get divorced later (e.g. not giving basic necessities to her for 4 months). According to Muslim law the man can get divorced without much reason. But the woman needs to prove a good reason for it.
Then, the forms have been completed. I signed first, then the two witnesses and at the end the Imam. The official ceremony was then completed after less than 10 minutes and the guests gave their regards to the newly wed.

We then went outside of the main prayer hall to make space for the next couple. Since the exchange of the rings also takes place at a wedding in Malaysia but is no part of the official ceremony.
Hidaya even got 2 rings from me. Gold is very important to women in Malaysia and it’s like a must for a bride to get a golden ring after the Akad Nikah. In contrast, men are not allowed to possess or wear any gold item. And I wanted to follow the German culture where the couple has a pair of matching rings. So I brought rings made of Palladium from Germany with our names and the wedding day engraved.

Then it was time to take many pictures together with the family and guests. Hidaya and I stayed at the mosque with our photographer to take more pictures while the others drove back to the parents’ house for lunch. Here just some pictures taken by my mum, my brother or Hidaya’s siblings. The pictures of the photographer are still with Hidaya and too big to transfer by E-Mail. Thus I have to wait until Hidaya is here but then will put some selection of nice pictures here on my blog.

Hari Raya

Vor dem Hochzeitstag hatte ich noch die Gelegenheit das Fest „Hari Raya“ bei Hidaya’s Eltern zu feiern. Das Fest ist das höchste muslimische Fest mit dem das Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert wird.
In vielen Dingen gleichen die Feierlichkeiten dem christlichen Weihnachten. So gibt es dafür 2 Feiertage und es reisen viele Leute zurück in ihre „Kampungs“ (Heimatstädte) um mit den Familien zu feiern. Daher wurde der Hochzeitstermin auch auf einen Tag kurz nach den Feiertagen gewählt, so dass auch viele Studien- und Schulkollegen von Hidaya an dem Fest teilnehmen konnten. Denn ein Großteil der jungen Leute lebt nach Abschluss des Studiums in der Gegend um Kuala Lumpur, wo es mehr Jobs, Geld und „Entertainment“ gibt als auf dem Land.

Eine der vielen Mahlzeiten

Eine der vielen Mahlzeiten


Prinzipiell gibt es zu dem Fest nicht viel mehr zu sage als „Essen, Essen, Essen“. Nachdem die Leute dort für einen Monat gefastet haben, wird der erste Tag an welchem zu jeder Uhrzeit gegessen und getrunken werden darf mit vielen Mahlzeiten gefeiert.
So verbringen Familien dort viele Stunden oder teilweise Tage in den Küchen um verschiedene Gerichte vorzubereiten. So hatte ich die Gelegenheit viele traditionelle Speisen kennenzulernen :-). Und das Essen ist dann so, dass alle paar Stunden die nächste Mahlzeit ansteht, so dass man nie anfängt zu hungern :P.
Für Kinder gibt es dort auch Geschenke zu den Feiertagen, so wird in kleinen Umschlägen „Duit Raya“, d.h. ein Geldgeschenk, an Verwandte, Nachbarn und Freunde verteilt.
Auch sehr interessant ist, dass sich die Leute für dieses Fest jeweils einen oder mehrere Sätze der traditionellen Kleidung zulegen und auch Männer die traditionellen Gewänder tragen. Und das jeder und überall in der Stadt, so dass man auch bei einer kleinen Fahrt mit dem Auto viele interessante Leute sehen kann :-).
Ein weiterer Teil der Kultur sind die so genannten „Open Houses“, d.h. Leute veranstalten bei sich ein Fest, kochen dafür auch wieder tolles Essen und laden eine Menge an Gästen ein. So kann man dann auch die Feiertage damit verbringen von Haus zu Haus zu gehen und sich überall etwas Essen schnorren :P.
Es war eine nette Erfahrung diesen Teil der Kultur kennen zu lernen und es gab auch sehr viel tolles Essen :-).
Bild mit Hidaya's Familie

Bild mit Hidaya’s Familie


English – Hari Raya
Before the wedding I had the chance to experience the Hari Raya celebrations in Malaysia for the first time. Hari Raya is the most important festival in Muslim culture to celebrate the end of fasting month Ramadan.
The celebration has many things in common with the celebration of Christmas in Europe. There are 2 public holidays for Hari Raya and many people are travelling back to their “Kampungs” (home towns) to celebrate with their families.
The fastest way to summarize the celebration is “Eat, Eat, Eat” :P. After the people have been fasting for a month the first day of Hari Raya is the first day on which people can eat and drink any time of the day.
The people spend many hours or days in the kitchen just to prepare the food for this day. They normally cook many traditional dishes and I had the possibility to try a lot of new food :-). And a new meal will be served every few hours so that you will never get hungry.
Like on Christmas, kids are getting gifts for the holidays. There, it’s so called “Duit Raya”, some money which is put into small envelops and given to relatives and friends.
Also interesting is to see all the people, man and woman, wearing their traditional dresses for these days. Everyone will see to get a new dress every year and you can see many nice dresses when driving around town :-).
It was a nice first experience for me and I enjoyed a lot of nice food :P.