Das Außenministerium befindet sich auf einer kleinen Anhöhe und thront über der Stadt.
Das Außenministerium befindet sich auf einer kleinen Anhöhe und thront über der Stadt.
Wie bereits geschrieben, ging es am Samstag bei prallem Sonnenschein und 35° im Schatten nach Putrajaya. In der Stadt, ca. 40 Kilometer von Shah Alam entfernt, sind viele wichtige Institutionen des Staates, u.a. Wohnung und Büro des Premier Ministers und verschiedene Ministerien untergebracht.
Die Stadt wurde 1995 gegründet und von Grund auf geplant und neu gebaut. Das erkennt man vor Ort auch daran, dass die Gebäude sehr modern gestaltet und die Straßenverhältnisse sehr gut sind.
Allzu viel gibt es sonst über die Stadt nicht mehr zu erzählen, dafür aber eine Vielzahl von Bildern. Heute beginne ich mit Bildern zu den beiden Moscheen vor Ort.
Iron Mosque
Die neuere der beiden Moscheen ist die Tuanku Mizan Zainal Abidin Mosque, wegen ihrer Bauweise auch Iron Mosque genannt. Die Moschee wurde offiziell im letzten Jahr eröffnet und bietet Platz für knapp 20.000 Gläubige.
Putra Mosque
Die Hauptmoschee und eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Putra Mosque, die in einem traditionellen Baustil errichtet wurde und Platz für knapp 15.000 Leute bietet. Die Moschee liegt am Ufer des Putra Lakes, der die Stadt in 2 Teile unterteilt.
So, der Einfachheit halber kommt zuerst der Bericht über den gestrigen Sonntag. Für den Besuch in Putrajaya muss ich erst noch die Bilder sortieren.
Nachdem ich am Sonntag dann so kurz nach 10 Uhr in meine Wohnung eingezogen bin, musste ich mich danach sputen um den Mietwagen rechtzeitig vor Feierabend des Verleihers in Kuala Lumpur abliefern. Das ist mir dann auch mit Einhaltung der mir nun bekannten Geschwindigkeitsbegrenzungen (innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h, Autobahn 110 km/h) gelungen :-).
Da es dann schon Mittagszeit war, wollte ich dann schnell in der gegenüberliegenden Pavillon Mall Mittagessen und bin dann über folgenden Laden gestolpert:
Da hab ich mir dann als Abwechslung zum lokalen Essen (meist Huhn, ab und an auch mal Rind) ein schönes Schweineschnitzel und dazu ein Erdinger Weissbier bestellt ;-). Der Laden gehörte dann logischerweise auch zu den wenigen, die kein “Halal”-Schild an der Tür/Wand hängen haben.
Danach ging es dann noch schnell zu den Petronas Towers, auch wenn es zu der späten Zeit keine Tickets mehr für den Weg nach oben gab :-(.
Da es dann später wurde und ich vorher ja nur meinen Koffer in die Wohnung gestellt habe, ging es dann mit der Kelana Jaya Line zurück in Richtung der Wohnung. Die Bahn hier ist rein computergesteuert, d.h. ohne Lokführer. In der Bahn hatte ich dann mal wieder eine Unterhaltung mit netten Einheimischen, die wissen wollten, wo man herkommt und was man so macht in Malaysia.
Das war ganz nett, bis auf den Moment als sie mein Alter auf “early thirties” geschätzt haben :P.
Eines der Dinge, mit denen man hier in Malaysia recht schnell klarkommen muss ist die Flexibilität der Leute. Termine, etc. werden immer nur recht kurzfristig festgelegt und gerne auch mal kurzfristig verschoben oder abgesagt.
Das habe ich dann auch im Bezug auf meinen geplanten Umzug vom Hotel in mein Apartment bemerkt:
Dann hab ich also meine Pläne für heute wieder über den Haufen geworfen und sitze nun in meiner Wohnung :-).
Da der Koffer, etc. noch nicht ausgepackt ist, kommen die Berichte zum Wochenende (Besuch Putra Jaya, Kuala Lumpur und Urlaubsplanung) erst in den nächsten Tagen.
Wie versprochen hier die Fortsetzung zum Fußball in Malaysia. Beginnen möchte ich mit einem Bild des wirklich schönen Stadions beim Warmlaufen der Mannschaften so ca. 15 Minuten vor Spielbeginn. Wie unschwer erkennbar ist, ist das Stadion zu dem Zeitpunkt noch so gut wie leer.
Bis zum Anpfiff (und auch danach) hat sich das Stadion dann noch etwas mehr gefüllt, so dass am Ende laut Zeitungsbericht so knapp 1000 der fast 70.000 Plätze im Stadion belegt waren.
Dementsprechend war dann auch die Stimmung im Stadion. Es kam öfters vor, dass es mehrere Minuten lang so still war wie in einer Kirche. Das kann man den Zuschauern dann aber wiederum auch nicht verdenken, spielerisch war die Partie richtig schlecht.
Das Stichwort Kirche führt dann aber auch schon zur Halbzeitpause, zu der Selangor mit 3:0 in Führung lag. In der Halbzeitpause hat ein Großteil der Zuschauer die Tribüne verlassen und sind in einen der zahlreichen Surau (Gebetsraum) gegangen. Ob die Anhänger von Johor hier wohl den Fußballgott angebetet habe? 😉
Die Religion eines Großteils der Leute hier lässt sich auch noch an weiteren Dingen erkennen. Statt Bier + Stadionwurst wie in Deutschland, gibt es hier zur Halbzeitpause Cola, Fanta und Chips. Wie ein Großteil der Stadt ist also auch das Stadion komplett alkoholfrei.
Auch die Fans selbst sind hier etwas “anders” als in Deutschland. Viele Frauen kommen mit Kopftuch, aber darunter einem Fußballtrikot ins Stadion.
Zur zweiten Halbzeit des Spiels gibt es dann nicht mehr viel zu sagen. Die Qualität nahm keineswegs zu, sondern man musst hier wirklich aufpassen, dass man auf der Tribüne nicht einschläft.
In der 88. Minute hat die Heimmannschaft dann mit tatkräftiger Unterstützung des gengerischen Torhüters den 6:0 Endstand erzielt. Der Sieg war hoch-verdient, wenn auch mehr durch die Schwäche des Gegners als durch Stärke der Heimmannschaft.
Allgemein fasse ich meine Erfahrung mit dem Spiel wie folgt zusammen: Ich hab ein wirklich schönes Stadion gesehen, das Spiel selbst hätte dann nicht unbedingt sein müssen.
Das einzige was ich in Deutschland auch gerne hätte, sind die günstigen Eintritts- und die Trikotpreise (38 RM / 5 € für ein schönes adidas-Trikot) 🙂
So, am Ende der zweiten Woche für mich in Malaysia gab es nun zusammen mit den Mitarbeitern des Kunden eine offizielle Kick-Off Veranstaltung für das Projekt. Daran haben insgesamt so knapp 50 Leute teilgenommen, da das Projekt für Proton strategisch sehr wichtig ist und verschiedene Bereiche (Entwicklung, After-Sales, …) mit einbezieht.
Nach einer kurzen Projektvorstellung ging es dann aber in den Hauptteil der Veranstaltung über: Kennenlernen, Motivieren und Team-Building. Laut Aussage der Kollege sind solche Veranstaltungen gemeinsam mit dem Kunden üblich. Die Kosten dafür muss „natürlich“ HP als Auftragnehmer übernehmen.
Auf dem Programm standen dann gängige Kennenlernspiele. Hier haben sich dann auch gleich wieder kulturelle Probleme beim Bilden von Kreisen gezeigt.
Danach sollten noch alle Gruppen mit Karten, Röhrchen und Klebeband einen Turm bauen. Hier hat unsere Gruppe sowohl was Höhe (bis in die Decke) als auch Stabilität (an die Lampe geklebt ;D) angehet eine sehr gute Leistung gezeigt.
Danach gab es dann noch High-Tea, d.h. Getränke und eine Kleinigkeit zum Essen. Nach knapp 3 Stunden haben sich die Proton-Kollegen dann in das Wochenende verabschiedet, wohingegen es für mich dann nochmal zurück ins Büro zum Weiterarbeiten ging.