D114: Arbeit / Kollege

Heute mal ein paar aktuelle Infos aus dem Büro.
Nach meiner Ankunft habe ich Alex, einen lokalen Kollegen, zugewiesen bekommen. Er sollte mir bei der Entwicklung helfen und später in der Lage sein den Support für die Software zu übernehmen und Weiterentwicklungen durchführen zu können.
Relativ schnell hat sich gezeigt, dass er technisch nicht so fit ist. Viele der Dinge, die er gemacht hat, durfte ich später nochmal komplett neu machen :-(.
Am Donnerstag wurde ich nun “erlöst” ;-). Unser Projekt Manager hat mich kurz in den Meeting Raum gerufen und gesagt, dass unser Solution Architect (der Projektleiter von technischer Seite) entschieden hat, dass Alex nicht mehr im Projekt eingesetzt wird. Und das so, dass Donnerstag der letzte Tag für ihn ist und er ihn keinen weiteren Tag mehr im Büro sehen möchte.
Nachmittags stand dann die Übergabe der wenigen Punkte an, die bei Alex auf der Liste standen.
Nun bin ich für meinen Teil des Projekts fürs erste mal allein. D.h. ich darf etwas mehr arbeiten und hab nebenher dann auch noch die Aufgabe Bewerbungsgespräche und -telefonate zu führen um einen passenden Ersatz zu finden.

D109: Putrajaya

Nach der Hochzeit, auf der wir für knapp 2 Stunden waren, haben wir entschieden noch etwas Sightseeing in Putrajaya zu machen und anschließend noch zum Abendessen in eine Shopping Mall zu fahren.
Da ich schon 2 mal in Putrajaya war, hab ich dann als Ausländer den Guide für Hidaya gespielt ;-).
Mit dem vollen Aufzug dort rumzulaufen hat dann unter anderem folgende Kommentare/Aktionen ausgelöst:

  • 2 mal wurde ich direkt gefragt, ob ich denn am Samstag geheiratet hätte.
  • Mehrfach kam dann auch die muslimische Grußformel “as-salāmu ʿalaikum” 😉
  • Ebenfalls hatte ich dann mit meiner Kleidung keinerlei Probleme bei den Moscheen. Durfte überall problemlos das Gelände betreten, auch wenn ich nicht in den Gebetsraum darf.
  • Alle Leute, die einen sahen haben gleich ein nettes Lächeln aufgesetzt :-). Viele Leute haben einen freundlich gegrüßt und ein paar Worte mit uns gewechselt.
  • Viele Touristen in Putrajaya haben dann auch gleich Fotos von uns gemacht ;D.
  • Mehrere Leute haben uns gefragt, ob sie denn Bilder für uns machen sollen. Einige der Schnappschüsse siehe unten.
  • In der Shopping Mall wurde man dann von allen Leuten “angestarrt”.

Alles in allem haben die Leute so reagiert, als ob jemand berühmtes vorbei kommen würde ;-).
Hier dann mal ein paar der Bilder von mir und Hidaya:

Putra Mosque


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D108: Baju Melayu

Heute nun eine etwas genauere Erläuterung der traditionellen Kleidung, die ich am Samstag auf der Hochzeit getragen habe.
Diese Kleidung wird mit allen Komponenten von den lokalen Leuten eigentlich nur 1 mal im Jahr getragen: zu Hari Raya, den Feiertagen zu Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan.
Die Kleidung besteht aus folgenden Komponenten:

  • Baju Melayu
    Zweiteilige Kleidung bestehend aus einem langärmeligen Hemd sowie einer Hose. Stoff dafür sind Baumwolle oder Seide.
    Hemd und Hose sind in der Regel gleichfarbig.
  • Songkok
    Songkok ist der Hut bzw. die Kappe. Material dafür ist Samt.
    Getragen wird dieser bei Hochzeiten (gab einige Gäste, die einen trugen), Beerdigungen und islamischen Feiertagen.

    Songkok

  • Samping
    Samping ist der rockähnliche Umhang.
  • Capal
    Zu dem Kostüm gehören dann auch die passenden Schuhe, die slipper- oder sandalen-ähnlich sind.

    Capal

Und dann einmal die komplette Kombination:

Baju Melayu

D107: Hochzeit

Hier nun ein längerer Bericht zur Hochzeit vom vergangenen Samstag.
Zuerst dann einmal einige allgemeine Hinweise zu Hochzeiten in Malaysia:

  • Die offizielle Zeremonie findet im engen Familienrahmen statt
  • Gäste sind zu den beiden Hochzeitsfeiern eingeladen, ausgerichtet von der Familie des Bräutigams bzw. der Braut. Diese Feiern finden in der Regel dann auch in verschiedenen Städten statt.
  • Die Einladungen nehmen teilweise die Eltern vor. So kommt es auch vor, dass Gäste da sind, die weder Braut noch Bräutigam kennen.
  • Das Brautpaar ist nur für einige Zeit in der Halle. Einige Gäste kommen sozusagen nur zum Essen vorbei und sehen das Brautpaar gar nicht.
  • Die Festlichkeit erstreckt sich so über maximal 4 Stunden, wobei ein reges Kommen und Gehen der Gäste herrscht.

Den ersten Eindruck, was mich an dem Tag bzgl. meiner Kleiderauswahl alles erwartet, hatte ich bei einem Halt an der Tankstelle. Alle Leute lächeln einen an und begrüßen einen freundlich. Auch die Leute aus dem angrenzenden McDonalds schauen herüber und winken einem zu :-).
Danach ging es dann zum Parkplatz am Büro, wo ich mich mit Hidaya getroffen habe. Sie hat mich eingeladen, sie auf die Hochzeit von Studienkollegen ihres Studiums in Japan zu begleiten. Als sie mich in meinem Outfit gesehen hat, kamen folgende Worte: “Ich bin sprachlos” ;-).
Danach ging es dann mit dem Auto nach Putrajaya, wo die Hochzeit stattfand. Das Brautpaar hatte dort eine Halle angemietet. Als wir dort ankamen, war das Brautpaar noch nicht vor Ort, so dass wir gemütlich zu Mittag essen und uns mit anderen Gästen unterhalten konnten.
Was bei den lokalen Gästen so als Kleidung vertreten ist, kann man an folgendem Bild sehen, das 2 weitere Studienkollegen aus Japan zeigt:

Weitere Gäste


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D107: Neue Wohnung

Da zieht man am einen Tag spätabends in eine neue Wohnung ein, steht am nächsten Morgen auf und will früshtücken und stellt fest: Keine Teller, kaum Besteck und keine Tassen :-(. Wenn man vorher eine komplett ausgestattete Wohnung hatte, dann ein kleiner Schock.
Was macht man in diesem Fall? Genau das gleiche wie in Deutschland, man setzt sich am nächsten Tag ins Auto und fährt zu IKEA ;-). Der ist knapp 5 Minuten von meiner alten Wohnung entfernt, der einzige in Malaysia und der größte in Südostasien.

IKEA

D107: Hochzeit

Da es mal wieder später wurde, hier ohne weiteren Kommentar ein Bild von der Hochzeit am Samstag. Mehr Bilder + Bericht dann später.

Hochzeit